SPD-Kreistagfraktion fragt 27 Jahre nach Tschernobyl nach Strahlenbelastung an Rhein und im Hunsrück

Veröffentlicht am 21.05.2013 in Fraktion
 

Die SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Hunsrück hat sich mit einer Anfrage zur nuklearen Belastung im Rhein-Hunsrück-Kreis an Landrat Bertram Fleck gewandt. In der nächsten Kreistagssitzung erbitten die Sozialdemokraten entsprechende Auskunft.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Maurer (Emmelshausen) erinnert in seinem Schreiben an die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986, nach der es auch im Rhein-Hunsrück-Kreis Strahlenmesswerte gab, die um das Tausendfache und mehr erhöht waren.
In dem SPD-Schreiben heißt es: „Cäsium 137 lagerte sich zunächst in den Blättern und Nadeln der Bäume ab, die dann auf der Erde eine relativ konsistente Schicht bildeten und ihre Strahlung an Andere abgaben und noch immer abgeben.
So wurde damals davor gewarnt, Pilze, insbesondere aus dem Wald, zu essen. Auch von dem Verzehr von Wildbret wurde seinerzeit abgeraten.
Die Halbwertzeit von Cäsium 137 wird von der Fachliteratur mit 30 Jahren angegeben. Das heißt: Bis heute hat sich weniger als die Hälfte der Strahlenwerte abgebaut. Der Rest ist demnach noch immer vorhanden.“
Konkret bittet Maurer namens der SPD-Kreistagsfraktion um die Beantwortung folgender Fragen in der nächsten Kreistagssitzung am 03. Juni 2013: „Gibt es Erkenntnisse über die aktuelle nukleare Strahlenbelastung in unserem Kreis? Welche Folgen dieser Strahlenbelastung sind der Kreisverwaltung bekannt? Ist der Verzehr von Pilzen und Wild aus unserem Wald heute unbedenklich? Welche Vorsorge ist aus Sicht der Kreisverwaltung angebracht?“
Für die Sozialdemokraten ist es nach Maurers Worten von großer Wichtigkeit, hier auch im Sinne der Bevölkerung für Aufklärung zu sorgen. „Die Menschen wollen wissen, ob sie 27 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wieder unbesorgt Pilze aus Hunsrücker Wäldern essen können.“

 

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