ASF Rhein-Hunsrück zum Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 07.03.2014 in Aktuell
 

Alice Hawig, Vorsitzende der ASF Rhein-Hunsrück

Alice Hawig: Von Gleichstellung noch weit entfernt

 

Vor über 100 Jahren wurde der erste Internationale Frauentag in Europa begangen – und damals wie heute kämpfen Frauen an diesem Tag für ihre Rechte und für die Gleichberechtigung.

Europa war in der Vergangenheit ein wichtiger Motor für die Gleichstellung: Bereits 1957 wurde der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in den Europäischen Verträgen verankert. Doch ein Einkommensunterschied von 22 Prozent zwischen Frauen und Männern in Deutschland zeigt, dass wir von der tatsächlichen Gleichstellung noch meilenweit entfernt sind, so die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Rhein-Hunsrück, Alice Hawig (Foto) aus Riesweiler.

Gabriele Kothe, stellvertretende. Vorsitzende der ASF Rhein-Hunsrück weist darauf hin, dass die vorübergehende (Unter)-Beschäftigung von Frauen in Minijobs und Teilzeit nach einer Erwerbsunterbrechung ebenso eine wesentliche Ursache ist für den durchschnittlichen Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen.

Scheint der Mini-Job für die einen ein Segen zu sein, entwickelt er sich für die anderen zum Fluch. Am Ende des Tages sitzen aber alle Frauen in der Falle, da sie über ihre Rechte häufig zu wenig Bescheid wissen, ebenso wenig was dieses so schmackhaft gemachte Jobangebot später wirklich für ihre Rentenversicherung bedeutet, ergänzt Monika Konrad, ASF-Vorstandsmitglied aus Simmern.

Wir brauchen gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, mehr Frauen in Führungspositionen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen, so Alice Hawig.

Als besorgniserregend bezeichnet Sandra Porz die alltägliche Gewalt, denen Frauen in aller Welt ausgesetzt sind. Dass auch 2014 mithilfe der Initiative One Billion Rising weltweit zu Protesten und Solidaritätsbekundungen aufgerufen wurde, ist als Fortschritt zu sehen, denn „Frauenrechte sind Menschenrechte“. Gewalt gegen Frauen ist immer auch Ausdruck von Frauenverachtung. Sie zeige sich in vielfältiger Form auch in unserer Gesellschaft.

 

Frauen müssen umfassend vor sexuellen Übergriffen geschützt werden und es müssen effektive Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel ergriffen werden, so Renate Krämer vom ASF-Vorstand und Elife Zevrek ergänzt, solange wir das noch nicht geschafft haben, brauchen die Opfer einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe.

 

Die ASF Rhein-Hunsrück ruft anlässlich des Equal Pay Day zur Aktion für gleiche Bezahlung für Frauen und Männer auf. Die diesjährige Kampagne steht unter dem Themenschwerpunkt: „… und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“. Denn immer noch bedeutet die Geburt eines Kindes für viele Frauen das Karriere-Aus. Sie unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit und kehren danach nicht selten in Minijobs oder geringer Teilzeit ins Berufsleben zurück. Was zunächst wie ein Weg zurück in den Arbeitsmarkt aussieht, erweist sich in vielen Fällen jedoch als berufliche Sackgasse.

Mit Nachdruck wollen die Initiatorinnen des Equal Pay Day auf die unterschiedlichen Sichtweisen, auf Chancen und Risiken der Teilzeitbeschäftigung sowie einer angemessenen Verteilung der Verantwortung in Partnerschaft und Gesellschaft hinweisen. Die ASF Rhein-Hunsrück plant anlässlich des Equal Pay Day, am 20. März 2013 einen Infostand beim Wochenmarkt in Simmern.

 

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